St. Aegidien, Lübeck Sommertour: Minister Garg zu Besuch in der Kita

Marie (l.) und Luna basteln gemeinsam mit Minister Heiner Garg ein Bild, das er anschließend mitnehmen darf.

Im Rahmen seiner Sommertour 2019 besuchte Dr. Heiner Garg, Schleswig-Holsteinischer Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren, die Ev.-Luth. Kindertagesstätte St. Aegidien – sie war eine von insgesamt 15 Kitas im Bundesland. Kita-Leiterin Britta Thede und die insgesamt 50 Kinder zwischen einem und sechs Jahren empfingenden Minister in ihrer Kita. Neben einer Kita-Führung und gemeinsamen Bastelarbeiten wurde auch das geplante neue Kita-Gesetz für Schleswig-Holstein diskutiert.

Minister Heiner Garg in Jeans und Turnschuhen

Als Minister ist Garg nicht zu erkennen: In Jeans und Turnschuhen kommt er in die Kita – und ist schon mit den Kindern im Gespräch, bevor er überhaupt von Dörte Eitel, Geschäftsführerin des Ev.-Luth. Kitawerks Lübeck, und Kitaleiterin Thede begrüßt werden kann. Auch während der Führung durch die Räumlichkeiten spielt, lacht und unterhält sich Garg ausführlich mit den Kindern.

Kita ist gut aufgestellt

„Wir möchten Ihnen gern zeigen, wie eine gut aufgestellte Kita funktionieren kann“, lenkt Thede das Gespräch in Richtung neues Kita Gesetz. Das von Gargs Ministerium ausgearbeitete Gesetz tritt zum Jahresanfang 2020 in Kraft und soll zum Beginn des neuen Kitajahres, also ab August 2020, umgesetzt werden. Hierin festgeschrieben sind nicht nur eine Deckelung der Elternbeiträge, sondern auch Standards z.B. für Vorbereitungszeiten, Raumgrößen und Fachberatung.

Kitawerks-Chefin Dörte Eitel begrüßt grundsätzlich das neue Gesetz und die damit geschaffene Transparenz, hat aber bezüglich der Umsetzung in ihren 37 Einrichtungen auch Bauchschmerzen: „Die Kitawerk-Standards sind in vielen Bereichen deutlich höher, als im neuen Kitagesetz festgelegt“, erklärt sie dem Minister. „Wir befürchten durch die Umsetzung einen Verlust bei der Qualität.“

Garg verspricht Fortschritt statt Rückschritt

Der Minister versucht zu beruhigen: „Was das Land jetzt festschreibt, sind absolute Mindeststandards. Kitas, die heute schon mehr leisten, sollen natürlich auf keinen Fall rückwärts gehen.“ Garg verweist auf die Kommunen, sie müssen diese Lücke nun schließen. Dafür würden sie vom Land entsprechend entlastet. „Bezüglich der Elternbeiträge ist uns schon klar, dass die Lübecker Eltern durch das neue Gesetz nicht groß entlastet werden, dazu sind die Beiträge hier schon zu nah an der Deckelung dran. Wir können aber nicht von einer völlig uneinheitlichen Beitragslandschaft und Betreuungsqualität direkt zu einer Beitragsfreiheit in den Kitas kommen“, erklärt der Minister.

Geschenk: Ein Bild aus Steinen und Muscheln

Zum Abschluss schenken die Kinder dem Minister ein Bild aus Steinen und Muscheln, das sie während des Besuchs gemeinsam mit ihm gebastelt haben. Britta Thede lädt Minister Garg ein, in ein oder zwei Jahren wiederzukommen: „Lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie es mit der Umsetzung Ihres Gesetzes hier in der Kita so läuft“, schlägt sie vor. Ein Vorschlag, der ganz im Sinne des Ministers ist: „Wir wollen die Umsetzung fortlaufend evaluieren, Anpassungen werden mit Sicherheit immer wieder notwendig sein.“