St. Aegidien, Lübeck "MessiaSASAmbura" in Lübeck

Das Asambura-Ensemble gastiert im Juni 2018 in Lübeck.

Das ist ein besonderes Musikprojekt: "MessiaSASAmbura – Weite wirkt über Grenzen hinweg". Das interkulturelle Oratorium nach Georg Friedrich Händels „Messiah“ wird im Juni in Lübeck aufgeführt.

Am Sonnabend, 9. Juni 2018 um 18 Uhr gibt es ein Moderationskonzert, in der St.-Martin-Kirche, Kastanienallee 15 c, mit musikalisch-theologischen Erläuterungen durch Komponist Maximilian Guth und Dirigent Johannes Lenz.

Am Sonntag, 10. Juni 2018 um 18 Uhr, wartet dann die Aufführung von MessiaSASAmbura St.-Aegidien-Kirche unter Mitwirkung des Tanztheater-Ensembles impuls.

Karten gibt es ab sofort zu 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) im Vorverkauf bei Hugendubel, sowie an der Abendkasse.

Händels Messias neu interpretiert

MessiaSASAmbura ist eine avantgardistische Neuinterpretation des bekannten Werkes von G. F.  Händel, die Verbindung von Gesang, Musik und Tanz. Maximilian Guth schuf seine Komposition 2015/2016, angelegt als interkulturelles Oratorium. Unter dem Motto „Weite wirkt über Grenzen hinweg“ konfrontiert MessiaSASAmbura Elemente der traditionellen afrikanischen Musik – insbesondere der ostafrikanischen – in kritischer Auseinandersetzung mit der christlichen Missionsgeschichte in Afrika. 

Ein außergewöhnliches Aufführungskonzept

Das Asambura-Ensemble bereiste im Frühjahr 2016 Tansania, um mit den dortigen Musikkulturen und Traditionen, speziell den Chören vor Ort in einen intensiven musikalischen Dialog einzutreten.

Das international besetzte Asambura-Ensemble besteht aus jungen Musikern, deren Wurzeln und die daraus resultierenden unterschiedlichen musikalischen Elemente, mal symbiotisch, mal konfrontativ in der Zusammenarbeit aufeinandertreffen. Das Ergebnis, ein interkulturelles Oratorium, bietet dem Zuhörer und Zuschauer einen künstlerischen Ansatz, sich – besonders vor dem Hintergrund einer zunehmend weltweiten politischen Radikalisierung und nicht endenden Migrationsströmen – im Sinne eines echten Dialogs mit anderen Kulturen sowie der eigenen Tradition kritisch auseinanderzusetzen.

Als reines Chorwerk wurde MessiaSASAmbura bereits erfolgreich in einigen deutschen Städten, darunter Minden, Halle (Westfalen), Rheda, Göttingen und – in Auszügen – in Berlin und Hannover aufgeführt.

Tanz erstmals in Lübeck dabei

Für die Aufführungen in Lübeck wurde MessiaSASAmbura nun um das Element Tanz erweitert, eine gelungene, außergewöhnliche generationsübergreifende kulturelle Interaktion der verschiedenen Kunstformen: Die Chöre der St. Jürgen Gemeinde unter der Leitung des Dirigenten Johannes Lenz und der gemeinnützigen Musikschule unter der Leitung von Olga Mull haben sich intensiv mit dem Werk auseinandergesetzt und werden es gemeinsam unter der instrumentalen Leitung des Asambura-Ensembles und des Komponisten Maximilian Guth darbieten. Künstlerisch erweitert wird das Großprojekt durch das Community-Tanzensemble von impuls – Schule für Rhythmik und Tanz aus Eutin unter der Leitung der Choreographin Ulrike Pfeiffer. 20 Laientänzerinnen im Alter von 14-62 Jahren werden die Musik und die inhaltlichen Aspekte des Werkes in Tanzbilder, Choreographien und Tanzimprovisationen umsetzen. Die Kombination von Komposition und Tanz macht die Musik visuell erlebbar und belebt gleichsam die ursprüngliche afrikanische Tradition, „Kultur“ als Komplex aus Musik, Tanz und Gesang zu betrachten.

Mehr als 120 TeilnehmerInnen werden also am Sonntag, 10. Juni 2018 bei der Aufführung des interkulturellen Oratoriums MessiaSASAmbura – Weite wirkt über Grenzen hinweg in der St.-Aegidien-Kirche in Lübeck mitwirken.

Mitwirkende:

Komposition & Künstlerische Leitung: Maximilian Guth

  • Camerata Medica Göttingen
  • Kantorei St. Jürgen (Chorleitung & Organisation: Johannes Lenz)
  • Chor der Musikschule der Gemeinnützigen Lübeck (Chorleitung & Organisation: Olga Mull)
  • Tanz-Ensemble von impuls – Schule für Rhythmik und Tanz, Eutin (Choreographie & Organisation: Ulrike Pfeiffer)