St. Aegidien, Lübeck Kindermusical hatte Premiere

Rund 50 Kinder prästentierten das Musical "Das goldene Kalb" in St. Aegidien.

„Die schönsten Dinge auf der Welt, die werden von uns hergestellt!“ Ist die Melodie von diesem Lied einmal im Kopf, dann ist der Ohrwurm schwer wieder loszuwerden. Fröhlich sangen die 50 Kinder der mittleren und großen Kurrenden der Aegidien-Gemeinde sowie der Spatzenchor der Kahlhorstschule diesen Refrain aus dem Musical „Das goldene Kalb“. Am Sonntagnachmittag war die Premiere in St. Aegidien.

Teppichmacherinnen, Zimmerleute und Näherinnen traten nacheinander vor und sangen zu dritt oder viert davon, wie schön es sei, für Gott ein Zelt zu bauen und es auszuschmücken. Nur leider lässt dieser Gott sehr lange auf sich warten! Er diktiert Moses auf dem Berg Sinai seine Gebote, doch Moses kommt und kommt von diesem Gespräch nicht wieder. Irgendwann wird’s dem Volk zu lang: Die Menschen wollen, dass Moses zurückkehrt und vor allem wollen sie einen Gott zum Sehen und Anfassen! So wird ein goldenes Kalb zum Anbeten gegossen – bei der Kinderaufführung ist das ein in Goldstoff gewickeltes Hüpfpferd – das die Kinder in ihren bunten Gewändern umtanzen. Bei der Generalprobe war das „Kalb“ mehrfach von dem Tischchen gefallen, auf dem es herumgetragen wird, so dass bei der Premiere die Kinder im Chor schon kichernd darauf warteten, dass das jetzt gleich wieder passiere! Aber: Die Priester waren hochkonzentriert und das Kalb blieb stehen!

Beeindruckend schön sangen die 12-jährigen Solistinnen Julie Janz und Julie Kilian ihre Rollen als Aaron und Miriam, Maybritt Appelt überzeugte als Moses, der Gott erweicht, das Volk nicht dafür zu bestrafen, dass es an seiner Stelle ein goldenes Kalb angebetet hatte. Auch Emiliy Nissen fühlte sich in der Rolle als Josua auf der Bühne sichtlich wohl und sang ihre Partie ausdrucksstark. Überhaupt ist es bewundernswert wie es Eckhard Bürger, dem Kantor von St. Aegidien, gelingt, rund 50 Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis 13 Jahren zu begeistern und zu führen. Die fröhliche Aufführung mit schönen Stimmen, eingängigen Chorliedern, bunten Gewändern und dazu die musikalischen Anklänge an Klezmer, Filmmusik und sogar Leonhard Bernstein – all das sorgte für großen Applaus in der gut besuchten Aegidienkirche. Es spielten Katharina Brauer (Violine), Hartmut Ledeboer (Flöte), Jonas Lohmann (Klarinette), Rahel Belchhhaus (Blockflöte), Greta Bürger (Violoncello) und Theresa Oergel (Klavier).

Am Dienstag, den 1. Oktober folgten zwei Aufführungen um 9.30 Uhr und 11.00 Uhr insbesondere für Schulklassen.

Quelle: Eckhard Bürger