Gottesdienst zuhause für Jubilate


KERZE anzünden

STILLE

Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Gebet:  

Gott,

verwandle die Ängste und Sorgen in dieser Welt in Segen. Schenke uns Lebensmut und Lebensfreude. Erneuere uns durch Jesus Christus im Heiligen Geist.

Amen

 

Ps 66, 5.7-9

 

Liebe Gemeinde,

Mai – der Wonnemonat.

Im Mai erneuert sich die Natur, das Grün setzt sich immer stärker durch („die Bäume schlagen aus“), die Tulpen, Veilchen, Hyazinthen und andere Frühlingsblüher erfreuen uns. Man spürt die Kraft der Natur. Bei Sonnenschein können wir  die Schönheiten der Natur besonders genießen.

Im Mai singen wir im Gottesdienst das Lied „Wie lieblich ist der Maien“ (EG 501). Der Text stammt von dem Pastor Martin Behm und ist einige Jahre vor dem 30-jährigen Krieg entstanden.

Behm möchte in uns die oben beschriebene Freude an der Natur  wach rufen. „Wie lieblich ist der Maien….des sich die Menschen freuen, weil alles grünt und blüht“.

Er möchte auch in uns die Dankbarkeit für das tägliche Brot wecken. Wir können dankbar sein für die Nahrung, für die täglichen Mittel zum Leben, die wir im Lebensmittelladen einkaufen. Aber dies ist brüchig; Mehltau, Frost und Hagel (Schloß) können die Ernte schlecht ausfallen lassen. Im 17. Jahrhundert gab es immer wieder Hungersnöte, von denen wir hier in Europa heutzutage glücklicherweise verschont bleiben, auch aufgrund der Grenzen überschreitenden, globalisierten Wirtschaft. Aber angesichts der gegenwärtigen Trockenheit merken wir, wir existieren nicht unabhängig von der Natur. Wir sind vielmehr mit der Natur verbunden und den Auswirkungen der Natur ausgesetzt. Lebensmittel sind letztlich nicht selbstverständlich da, weshalb wir für unser Essen dankbar sein können.

Mit seinem Liedtext öffnet uns Behm zudem die Augen für das, was wichtig ist in unserem Leben. Gottes Liebe ist es, die unser Leben Ziel und Erfüllung gibt, weshalb wir die Natur im Mai lieblich erleben. Sie soll uns fröhlich im Geist werden lassen. Ihr Einfluss soll wie Sonnenstrahlen unser finsteres Herz erhellen, damit wir im Geist fruchtbar werden, die Liebe tun.

Um dies näher zu verdeutlichen, ist der Evangeliumstext im Johannesevangelium15, 1-8 hilfreich. 

Hier geht es um eine Frucht, den Wein.

Wein erfreut das Herz des Menschen (Psalm 104,15) und macht Götter wie Menschen fröhlich ( Richter 9,13; Prediger 9,7). Nach dem Sirachbuch 31, 27 erquickt der Wein die Menschen und entspricht der Lebenskraft; aber er soll in Maßen getrunken werden, zu viel ist nicht gut. Wein ist somit Symbol für Lebensenergie und Lebenskraft.

Im Joh heißt es, dass Jesus Christus der Weinstock und die Jünger, die Gläubigen, die Reben sind.

Wenn uns also der Geist Jesu Christi wichtig ist, dann  ist auch dieser Geist in uns wirksam. Wenn wir unser Herz an Gott hängen und wir von der Macht der Liebe Gottes ergriffen sind, dann werden wir motiviert, die Liebe zu tun.Wir bringen Frucht, die lebensspendende Kraft des Glaubens. Wenn wir beispielsweise einem trauernden Menschen beistehen, wenn wir einem einsamen Menschen Zuwendung spüren lassen, wenn wir notleidenden Menschen helfen, dann bringen wir viel Frucht und Leben in diese Welt. Der Weinstock „Jesus Christus“ ist der Lebensbaum, aus dem Leben im Geist Gottes sprießt für uns und für diese Welt.

Nach dem Brehmschen Lied können wir unser Herz erleuchten lassen, uns erneuern und fruchtbar sein im Geist Gottes. Oder wie Jesus Christus nach dem Johannesevangelium in 15,5 sagt: „ Ich bin der Weinstock, Ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht“

Das ist Grund zur Freude, wie die Natur im Mai uns erfreut. Darum können wir jubeln: Jubilate!

Amen

 

FÜRBITTE:

Gott,

die Welt ist endlich, oft sind die Wege krumm. Unheil bricht herein.

Wir bitten, erneuere diese Welt durch deinen Geist, Erneuere uns, wenn wir zu schwach

sind, Freude zu bereiten. Sei mit den Einsamen und Sterbenden, auf das sie Zuversicht finden. Sei mit den Klagenden, sei mit den Alten, die hier und da abgeschrieben werden. Wecke in uns den Sinn für das würdevolle Leben. 

Wir bitten für die, die benachteiligt werden, für die, die sich ohnmächtig fühlen. Lass sie deine Kraft zum Leben spüren.

 

                      -    persönliche Bitten -

 

Wir danken Dir für die, die für uns da sind:
für Helferinnen und Helfer, für das mutige und ausdauernde Ärzte- und Pflegepersonal , für die Verkäuferinnen und Verkäufer, für alle Einsatzkräfte und für die Menschen in Politik und Gesellschaft, die Verantwortung tragen.

Gott komm zu uns und stärke uns durch die Macht deiner Liebe, damit wir aufatmen können und dich loben.                                                                                                                                                                                                                                                                                                    

 

VATERUNSER

Amen

 

SEGEN:

GOTT segne und behüte dich

GOTT lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig

GOTT erhebe sein Angesicht auf dich und gebe Dir seinen Frieden.

AMEN